Was ist „Content Curation“?

Von „Content Curation“ spricht man, wenn man keinen eigenen Inhalt erstellt, sondern die Inhalte anderer Autoren für die eigene Website nutzt.

Content Curation ist einer der größten Trends in der heutigen Content-Entwicklung – und dafür gibt es mehrere Gründe:

  1. Das Verweisen auf bestehende Inhalte dauert weniger Zeit als die herkömmliche Content-Entwicklung. Du verlinkst einfach auf den Inhalt anderer Websites, vielleicht mit einem kurzen Auszug, und fügst dann einen eigenen einzigartigen Kommentar hinzu.
  2. Du kommunizierst Inhalte, an die du vielleicht selbst nicht gedacht hättest.
  3. Google liebt es, wenn du auf andere Websites verlinkst. Es geht nicht mehr nur um Backlinks. Jetzt profitierst du auch, wenn du TOP-Quality-Sites verlinkst.

Es gibt jedoch auch einige Fallstricke, die zuweilen auch rechtliche Konsequenzen haben können. In diesem Leitfaden werden einige der häufigsten Fehler besprochen, die Nutzer machen, und wie du die deiner eigenen Website vermeiden kannst. Du erfährst zudem, wie du Fehler vermeiden kannst, die Google verärgern könnten und damit deine Website im Ranking benachteiligen würde.

Schlechter Inhalt

Wenn du in Eile Inhalte veröffentlichen musst, kann es verlockend sein, ein Thema zu googeln und auf eine Reihe verschiedener Artikel zu verlinken – ohne sich die Zeit zu nehmen, den Inhalt wirklich zu überprüfen und sicherzustellen, dass sich dieser wirklich für eine Verlinkung lohnt.

Sicher, es hat vielleicht ein schickes Bild oder eine sehr interessante Überschrift, aber ist der Inhalt selbst gut geschrieben, informativ und interessant? Ist der Artikel voller grammatikalischer Fehler? gibt es sachliche Fehler? Und hast du überprüft, ob die Website möglicherweise nicht mehr aktiv ist oder gar von Google gesperrt oder als Spam eingestuft wurde?

Stelle immer sicher, dass du auf qualitativ hochwertige Inhalte verweist, die sich auf Domains befinden, die bei Google einwandfrei zu finden sind.

Tipp: Suche bei Google einfach kurz nach der kompletten Domain und prüfe, wie viele Einträge sich zu dieser Domain im Index befinden. Wenn viele Seiten von dieser Domain indiziert sind, kannst du deinen Beitrag in der Regel sicher mit dieser Website verlinken.

Fazit: Überprüfe jeden Inhalt, bevor du ihn verlinkst, um sicherzugehen, dass sowohl Google als auch deine Leser einen Mehrwert aus deiner Empfehlung ziehen können.

Verwende zu wenig Content-Quellen

Eine Falle, in die viele Webmaster und Blogger tapsen, ist, dass sie immer dieselben Websites nutzen. Dies schränkt den Umfang in Bezug auf Inhalt und SEO-Vorteile enorm ein. Sicher, du wirst wahrscheinlich den Großteil deiner Inhalte aus einigen vertrauenswürdigen Quellen beziehen, aber es ist wichtig, dass du von Zeit zu Zeit auch nach anderen Quellen suchst.

Wenige gute Quellen sind natürlich verlockend. Du weißt, dass die Quellen qualitativ hochwertige Inhalte veröffentlichen und du diesen Quellen vertrauen kannst. Aber wenn du immerzu zu diesen Websites verlinkst, wirst du weniger SEO-Vorteile bekommen und deine Besucher werden Führer oder später direkt zu diesen Quellen gehen, anstatt deine Seite zu besuchen.

Tipp: Pinterest ist ein großartiger Ort, um potenzielle Inhalte zu finden, denn es sind alle Themen nach Stichwörtern organisiert und jeder Beitrag wird visuell dargestellt, so dass du schneller findest, wonach du suchst. Außerdem gibt es Inhalte von Tausenden von Websites in so ziemlich jeder Nische.

Facebook ist ein weiterer guter Ort, um verschiedene Quellen zu finden. Finde einfach ein paar Fanseiten oder Gruppen in deiner Nische und sieh dir an, was geteilt wird. Dies gilt insbesondere, wenn du Fan-Seiten betrachtest, die NICHT von Website-Eigentümern betrieben werden.

Nur Blogposts teilen …

Google liebt es, viele verschiedene Arten von Medien auf Blogs und Websites zu sehen. Dies bedeutet, dass Videos, Infografiken, PDF-Dateien, Bilder usw. hochgeladen werden sollten.

Glücklicherweise bedeutet dies auch, dass du eine Fülle von Inhalten finden kannst, indem du nur nach Websites wie YouTube und Pinterest suchst. Denke jedoch daran: wenn du Bilder veröffentlichst, musst du die Erlaubnis erhalten, das gesamte Dokument zu posten! Andernfalls kannst du nur ein Bild in Miniaturgröße (mit Verweis) verwenden.

Glücklicherweise erlaubt YouTube das Einbetten von Videos. In der Tat fördert YoutTube dies sogar, weil es mehr Views der Inhalte bringt und somit den Wert für Werbetreibende erhöht.

Fazit: Bette also dann und wann auch ein Video in deine Blogpost oder Webseite ein und beschreibe das Video mit einem oder zwei Paragraphen. Du kannst auch Keywords in diesen Text einbauen, um sicherzustellen, dass dein Post Suchmaschinen-Traffic anlockt.


100% Content Curation

Vieles kann im Rahmen einer „Content Curation“-Kampagne automatisiert werden. Aber wenn du wirklich daran interessiert bist, eine gute Nutzererfahrung zu bieten und es dir wichtig ist, welche Art von Inhalt auf deiner Website angezeigt wird, solltest du deine Website nicht auf Autopilot stellen.

Es gibt jedoch mehrere Gründe, warum du Inhalte nicht zu 100% automatisieren solltest.

  1. Google mag keine automatisierten Inhalte und sie könnten deine Website bestrafen oder gar deindexieren, wenn du nur automatisierte Beträge veröffentlichst.
  2. AdSense hat bereits festgelegt, dass du keine Anzeigen auf Websites schalten darfst, die hauptsächlich aus automatisierten Video- oder Artikel-Postings bestehen und keinen eigenen Mehrwert bieten.
  3. Spammy oder anstößige Inhalte könnten in deinem Blog gepostet werden und deine Besucher verärgern. Stelle dir zum Beispiel vor, ein anrüchiges Video wird einem Blog über Kinderspielzeug hinzugefügt!

Fazit: Der einzige Weg mit automatisierten Content professionell umzugehen ist, jeden Post vor der Veröffentlichung zu moderieren. Überprüfe die Qualität und füge deine eigene Beschreibung hinzu.

Missachtung des Urheberrechts

Angesichts der Tatsache, dass du mit Geldstrafen in Höhe von mehreren Tausend Euro rechnen kannst, wenn du des Urheberrechts eines anderen verletzt, ist es wichtig, dass du alle Inhalte korrekt zuordnest.

Im Folgenden findest du einige Tipps, die du beim Thema „Content Curation“ immer beachten solltest:

  1. Veröffentliche keine Inhalte anderer Personen in ihrer Gesamtheit. Verwende nur Auszüge, veröffentliche nur kleine Teile des Inhalts und fügen eigene Kommentare, Anmerkungen und Ergänzungen hinzu.
  2. Stelle sicher, dass du die ursprüngliche Quelle des Inhalts erwähnst und idealerweise zum Originalartikel verlinkst. Dies ist auch vorteilhaft für deine SEO.
  3. Stelle bei der Verwendung von Fotos sicher, dass du nur ein Miniaturbild verwendest, es sei denn, du fragst beim Autor nach der Berechtigung. Thumbnail-Bilder (nach Kelly v. Arriba Soft Corp vor dem US Court of Appeals) fallen unter die sogenannte „faire Verwendung“.
  4. Verwende keine No-Follow-Links. Die rechtmäßigen Autoren verdienen einen vernünftigen Link als Gegenleistung für deine Nutzung.


NUR kuratierten Inhalt verwenden

Es ist keine gute Idee, nur kuratierten Inhalt auf deiner Website zu veröffentlichen. Vielmehr solltest du immer auch selbst qualitativ hochwertige, originale Inhalte posten.

Zunächst einmal liebt Google einzigartige Inhalte. Ja, sie lieben es, wenn du auch auf andere hochwertige Websites verlinkst. Aber einzigartiger Inhalt wird immer kuratierten Inhalt übertrumpfen.

Finde ein gutes Gleichgewicht. Du solltest mindestens 30% an eigenen Inhalten anstreben, um den kuratierten Inhalt auszugleichen. Stelle sicher, dass deine Beiträge von hoher Qualität sind und mindestens 500-1000 Wörter enthalten.

Tipp: Bei langen Texten kannst du auch ein Plug-in verwenden, um deinen Content für deine Besucher in mehrere Seiten aufzuteilen, während der Beitrag Google immer noch als ein Artikel angezeigt wird. Unter folgendem Link erfährst du mehr über die Verwendung der Paginierung in WordPress-Posts: https://codex.wordpress.org/Pagination

Fazit: Bereichere fremde Inhalte immer mit deinen eigenen Zusatzinformationen.

Nur Medien und Links

Einer der größten Fehler bei der Kuratierung von Inhalten ist, wenn man nur den kuratierten Inhalt oder Links zu Inhalten anderer Websites postet – ohne einen Mehrwert hinzuzufügen.

Das ist nicht nur schlecht für deine Nutzer, es ist auch aus SEO-Sicht eine Katastrophe. Suchmaschinen benötigen nun einmal „Wörter“ auf deiner Seite, um Inhalte korrekt zu indexieren. Google kann zwar Videos und andere Arten von Inhalten indizieren, benötigt jedoch auch Inhalte, um den Kontext zu bestimmen. Das bedeutet, dass du Kommentare den Medien hinzufügen musst, die das Keyword zu deinem Thema enthalten.

Außerdem ist eine Link-Seite ohne wirklichen Mehrwert auch für deine Leser enttäuschend.

Fazit: Stelle sicher, dass du nicht nur Links oder Auszüge verwendest. Schaffe einen guten Mehrwert, indem du eigene, einzigartige Inhalte hinzufügst. Dies verbessert die Benutzererfahrung und bietet einzigartige Inhalte für deine SEO-Zwecke.

Keine Keyword-Recherche

Viele Leute denken noch immer, dass sie keine Keyword-Recherche durchführen müssten, wenn sie Inhalte kuratieren. Das ist falsch. Es ist immer noch wichtig, relevante Keywords zu finden und sich auf Keywords zu konzentrieren, wenn du deine Inhalte postest.

Hier gilt für kuratierte Inhalte genau das gleiche wie für andere Inhalte: du musst Texte mit den Keywords hinzufügen, die für das Thema deiner Website relevant sind.

Tipp: Sieh dir die Beiträge wie jeden anderen Post auf deiner Website an. Führe deine Keyword-Recherche durch, verwende die richtigen Tags und füge die Keywords zu deinem Content hinzu. Stelle sicher, dass du die Dinge nicht übertreibst, da bestraft werden könntest, wenn du zu viele Keywords hinzufügst oder einen Ausdruck zu oft wiederholst.

Schreibe natürlich, aber stellt gleichzeitig sicher, dass du die Wörter verwendest, mit denen die Leute diesen Inhalt wahrscheinlich suchen würden.

Gesichtslos sein

Seien wir ehrlich: Es gibt buchstäblich Millionen von Websites in so ziemlich jeder Nische, die du dir vorstellen kannst. Wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich irgendwie unterscheiden.

Es ist wichtig, eine Persönlichkeit für deine Website oder deinen Blog zu erstellen, damit sich die Besucher mit dir identifizieren können. Idealerweise möchtest du, dass dieser „Avatar“ deine eigene Person ist. Dies macht es einfacher, sich mit anderen Menschen zu verbinden. Du kannst jedoch auch ein Pseudonym verwenden, wenn dies hilft, dass deine Zielgruppe einen besseren Zugang zu deinem Angebot findet.

Wenn du ein Mann bist, der einen Blog über Stricken führt, möchtest du vielleicht eine weibliche Persona erstellen, da die meisten Besucher wahrscheinlich weiblich sein werden. Wenn du eine Frau ist und über Oldtimer bloggst, könnte es hilfreich sein, eine männliche Person zu nutzen.

Aber natürlich kannst du auch einfach du selbst sein. Auch Männer stricken und Frauen mögen klassische Autos. Zudem könnte es ein tolles Verkaufsargument sein, wenn man eben nicht in ein altes Klischee passt.

Fazit: So oder so solltest du über deine eigene Darstellung nachdenken, um sicherzustellen, dass möglichst viele Besucher Kommentare schreiben, deine Artikel teilen … und Teil deiner „Familie“ werden.

Keine Handlungsaufforderung

Jeder Inhalt, den du schreibst, sollte eine konkrete Handlungsaufforderung enthalten, die dir irgendwie nützt. Hier sind einige Handlungsaufforderungen, die du vielleicht in Betracht ziehen solltest:

  • Bitte die Leser, deinen YouTube-Kanal zu abonnieren
  • Bitte die Leser, sich deiner Mailingliste anzuschließen
  • Bitte die Leser, deine Inhalte in sozialen Medien zu teilen
  • Bitte die Leser, dir in sozialen Medien zu folgen
  • Und natürlich: Bitte die Leser, ein empfohlenes Produkt zu kaufen

Eine Sache, die ich bei vielen Websites gesehen habe und die du vermeiden solltest: Bitte niemals Leser auf eine Anzeigen zu klicken, besonders wenn du pro Klick bezahlt wirst.

Dies ist für dein Renomme schlecht. Und selbst Unternehmen, die pro Verkauf oder Provision bezahlen, wollen keinen ungerichteten Traffic. Dennoch: Blogging ist harte Arbeit. In der Regel verfolgst du einen konkreten Zweck mit deiner Arbeit.

Fazit: Stelle sicher, dass du aus jedem einzelnen Beitrag einen Nutzen ziehst, selbst wenn du nur darum bittest, den Artikel zu kommentieren.


Fazit

Content-Curation ist eine großartige Möglichkeit, schnell und einfach viele Inhalte zu erstellen. Es ist auch die gute Quelle für neue Ideen. Aber es kann deinem Ruf und deiner Website schneller schaden, als du dir vorstellen kannst.

Kuratierte Inhalte können zu rechtlichen und ethischen Problemen führen, wenn sie nicht ordnungsgemäß erstellt werden. Es ist wichtig, dass du deine Quellen immer richtig nennst, eigenen Mehrwerte hinzufügst und im Hinblick auf Urheberrechtsgesetze „fair“ bleibst.

Korrekt ausgeführt, können Curation Inhalte eine tolle Hilfe sein. Sei nur sicher, dass du die oben genannten häufigen Fehler nicht machst. Bleibe immer respektvoll gegenüber jenen Autoren, die den Inhalt, den du veröffentlichst, mühsam erstellen.

Und jetzt vermeide ich noch Fehler 10: Sei so lieb und hinterlasse mir eine kurzen Kommentar und/oder teile diesen Beitrag auf Facebook und Co 🙂

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