Backlinks aufbauen ist kein Hexenwert. In diesem Artikel zeige ich dir einfache (und weniger einfache) Wege, wie du professionell ein gutes Backlinkprofil für deine Website erstellst.

Bevor wir loslegen, noch ein ganz kurzer Hinweis, was Backlinks sind und warum wir Backlinks bekommen sollten.

Backlinks sind Links, die von anderen Webseiten auf deine Webseite verweisen. Und je mehr höherwertige Backlinks zu deiner Website führen, desto größer werden deine Chancen auf ein gutes Ranking in den Suchmaschinen.

Die Idee dahinter ist einfach: Google braucht einen Beweis dafür, dass dein Artikel „gut“ ist. Immerhin will Google seinen Nutzern bestmögliche Suchergebnisse liefern. Dabei scheint ein Artikel dann gut zu sein, wenn er von Lesern empfohlen wird. Und diese Empfehlung geschieht über einen Link (Verweis) zum Artikel.

Folglich spielen Backlinks eine große Rolle beim Suchmaschinen-Ranking. Der große Vorteil für Google ist zudem, dass Backlinks recht schwer zu manipulieren sind und damit vergleichsweise zuverlässig zeigen, ob der Inhalt eines Artikels gut genug ist, um von anderen empfohlen zu werden.

Die meisten SEO-Experten sind sich daher einig: Für ein gutes Ranking muss man Backlinks aufbauen.

Allerdings muss man auch anmerken, dass der Rankingfaktor „Backlink“ in den letzten Jahren etwas gelitten hat. Grundsätzlich war die Idee, dass eine Verlinkung ein positives Indiz für eine gute Internetpräsenz ist, eine prima Sache. Doch mittlerweile ist die Qualität und Beliebtheit einer Website nicht allein an der Quantität der Backlinks zu messen.

Das mag in den Anfangszeiten von Google gegolten haben. Aber der organische Linkaufbau dauert sehr lange – und ist in einigen Branchen nahezu unmöglich geworden. Deshalb haben die meisten SEO-Experten nach und nach künstliche Wege gesucht, um Backlinks bekommen zu können. Dies hatte zur Folge, dass mittlerweile nicht mehr die Quantität der Backlinks entscheidet, sondern eher die Qualität der Backlinks positiv auf das Ranking wirkt.

Hinweis: Alle Details zu Backlinks, Ankertexten und Link-Qualität findest du in meinem Beitrag: „Was ist ein Backlink?“.

Permanent passen die Suchmaschinen die Algorithmen an, um Links besser zu bewerten und „unnatürlichen“ Linkaufbau abzustrafen. Aber keine Sorge: Unsere Aufgabe ist es, bestmöglich einen „natürlichen“ Linkaufbau zu gewährleisten. Dann kann uns nichts passieren! Und genau darum geht es in diesem Artikel.

Schauen wir uns jetzt an, wie du „natürlich“ gute Backlinks aufbauen kannst – ohne von Google abgestraft zu werden.

1. Backlinks von Freunden und Partnern

Jeder will Backlinks bekommen. Klar. Der einfachste Weg zu den begehrten kleinen Verweisen ist, seine Freunde oder Geschäftspartner um einen Backlink zu bitten. Dies ist ein guter Start bei neuen Internetpräsenz. Allerdings ist diese Strategie nicht wirklich ausbaufähig, immerhin dürfte jeder maximal einen Link spendieren und zumeist auch um einen Gegenlink bitten. In diesem Fall landen wir im Reich des Linktauschs, sodass Google die Links am Ende negiert.

Dennoch schadet es nicht, den einen oder anderen Link für den Start auf diese Weise zu generieren.

2. Content Marketing

Der beste Weg zu Backlinks geht über „guten Content“. Schreibe hochwertige Artikel, die deinen Leser begeistern und ermutigen, einen Backlink mit einer Leseempfehlung zu deinem Artikel zu setzen.

Ich habe es schon oft geschrieben, nur guter Content setzt sich langfristig durch. Dies betrifft deine SEO-Strategie, deine zufriedene Leserschaft und auch dein Linkbuilding. Denn niemand verlinkt auf schlechte Beiträge.

Versuche immer so gut zu schreiben, dass du den Beitrag selbst empfehlen würdest. Das ist zwar aufwendig und die Erstellung dauert womöglich ein paar Tage. Dafür rankt ein guter Artikel über Jahre – und muss langfristig nur punktuell angepasst/aktualisiert werden.

Sei zudem besser als die anderen! Bevor du einen Beitrag erstellst, suche nach bei Google nach deinem Thema und analysiere die TOP-Ergebnisse: Was ist gut, was fehlt?

Nun schreibe einen längeren, besseren Artikel zu deinem Thema! Ergänze den Artikel im Bilder, Videos, Empfehlungen. Wenn dein Artikel wirklich perfekt geworden ist, wirst du sicher Backlinks zu deinem Artikel bekommen.

Tipp: Verlinke innerhalb deiner Beiträge auch auf andere relevante Artikel aus deiner Branche, bestenfalls auf Webseiten mit hoher Autorität. Viele Webmaster beobachten ihr Backlink-Profil und sehen dann deinen Link. Mit ein wenig Glück, revanchiert sich der Webmaster oder du kannst ihn um einen Gastartikel bitte.

3. Backlinks aus Gastartikeln

Gastartikel auf renommierten Blogs sorgen nicht nur für Anerkennung und mehr Traffic, sondern können auch Quelle eines TOP-Backlinks zu deiner Seite sein. Der größte Vorteil ist, dass du die Positionierung und den Ankertext des Links selbst bestimmen kannst. Du bekommst außerdem nicht nur einen neuen Backlink, sondern kannst auch deine Zielgruppe erweitern. Klingt gut, oder? Ist es auch!

Das schöne ist, dass du nicht einmal eine Autorität in deiner Nische sein musst. Solange du seriös auftrittst und eine professionelle Webseite hast, wirst du die meisten potenziellen Partner mit wertvollem Content zu einer Zusammenarbeit bewegen können.

Um gute Gastartikel zu schreiben, gehe wie folgt vor …

Im ersten Schritt schaue, welcher Linkpartner ein Interesse haben könnte, sich mit dir zu verlinken.

Ein Beispiel:

Ich betreibe einen Shop, in dem ich Babyartikel verkaufe. In meinem Blog schreibe ich entsprechend über Babyartikel, Erziehungstipps und ähnliches.

Über die einfache Google-Suche nach meinem Primärkeyword „Babyartikel“ finde ich vor allem Konkurrenzseiten oder Beiträge von Ebay und Amazon. All diese Seiten werden kaum einen Link auf meine Seite erstellen, sind also für unsere Recherche uninteressant.

Da Shops als Partner ausfallen, konzentrieren wir uns lieber auf andere Themen-Blogs in unserer Nische. In diesem Fall würde ich mich zuerst an den Inhalten meines Blogs orientieren. Diese Blogs könnten meine Beiträge und vielleicht sogar auf meinen Shop verlinken. Dabei wären Keywords wie „Baby“, „Babyartikel“ o.ä. passend.

Bevor wir jetzt unsere Recherche verfeinern, überlege dir, wer konkret Interesse daran haben könnte, deine Webinhalte zu verlinken. Das könnten Produkttesterblogs sein oder Blogs für junge Mütter und Väter. Auch hier gilt es, die relevanten Keywords zu möglichen Partnerseiten zu finden.

Tipp: Nutze dazu zum Beispiel den Google Keyword Planer. Dabei interessiert uns an dieser Stelle bei der Keywordrecherche nicht das Suchvolumen der Suchbegriffe.

Nachdem wir gute Begriffe zu unserer Nische gefunden haben, machen wir uns auf die Suche nach Partnerseiten, die Gastartikel erlauben.

Entsprechend verfeinern wir die Suchanfragen, um nur solche Seiten zu finden, die einen Gastbeitrag erlauben. Folgende Suchoperationen eignen sich in der Regel sehr gut:

  • „babyartikel gastbeitrag“
  • „babyartikel gastartikel“
  • „babyartikel beitrag veröffentlichen“
  • „babyartikel gastartikel“
  • „babyartikel review“
  • „babyartikel test“
  • „babyartikel empfehlung“
  • „babyartikel tipps“

Wenn wir zu viele Ergebnisse bekommen, die nicht unserem Zielvorhaben entsprechen, können wir mit den folgenden ergänzenden Operatoren die Suchergebnisse noch weiter konkretisieren.

Zunächst möchten wir Links bekommen, denen Google auch tatsächlich folgt, das heißt, wir müssen Link mit dem Attribut „nofollow“ ausschließen. Füge dazu einfach den Operator „-nofollow“ an das Ende deiner Suchphrase.

Sollten in dem Suchergebnis sehr viele Shops oder Konkurrenzseiten enthalten sein, kannst du auch diese aus der Suche herausfiltern. Entweder schließt du die URL aus (-inurl:“adresse der url“) oder per Name der Website (-intitle:“titel der konkurrenzseite“). Achte darauf, dass kein Leerzeichen zwischen dem Doppelpunkt und dem nachfolgenden Begriff (bzw. den Anführungszeichen) stehen darf.

Tipp: Du kannst auf diese Weise alle Seiten filtern, die das Wort im Titel oder der URL beinhalten oder auch nur die Seiten, die genau die Phrase (mehrere Wörter) im Titel oder der URL enthalten. Im letzteren Fall musst du die Phrase in Anführungszeichen setzen.

Hast du einen guten Blog gefunden, kontaktiere den Webmaster und frage, ob du einen Gastartikel zu deinem Expertenthema schreiben darfst. Wenn du gute Inhalte anbietest, ist ein Backlink eigentlich immer möglich.

Gehe in Vorleitung …

In der Regel musst du in Vorleistung gehen. Schreibe einen maßgeschneiderten, guten, exklusiven Artikel und biete diesen Artikel deinem potenziellen Partner an.

(Solltest du bereits einen starken Blog oder gute Referenzen haben, kannst du dir diesen Schritt ggf. auch sparen).

Für die erste Kontaktaufnahme musst der Artikel noch nicht im Detail fertig sein. Stelle dein Konzept vor und zeige den Mehrwert, den du den Lesern des Hosts bietest. Vielleicht findest du ein ganz neues Thema, welches die Leser begeistern könnte oder du findest einen älteren Beitrag, den du aktualisieren könntest.

Tipp: Eine Liste beliebter Blogs findest du hier:

4. Backlinks aufbauen mit Rezensionen

Referenzen und Kundenstimmen sind ein beliebtes Marketing-Instrument. So zeigen Unternehmen gerne, dass über sie (gut) gesprochen wird, da dies Vertrauen aufbaut.

Doch es ist recht aufwändig, an diese kurzen Bewertungen zu kommen. Und hier kommst du ins Spiel: Biete tollen Produkten mit guten Websites eine Bewertung als Testimonial an und bitte im Gegenzug um einen Backlink zu deiner Webseite. 

Achte allerdings darauf, erst mit Rezensionen zu Produkten von kleineren Herstellern anzufangen. Marken, die noch im Aufbau sind, freuen sich über Feedback und Unterstützung. Wenn dann deine Artikel im Ranking gestiegen ist und du Erfahrung im Umgang mit Herstellern hast, kannst du bekanntere Hersteller akquirieren.

Tipp: Bleibe immer authentisch! In deinem Artikel musst du nicht alles beschönigen. Wenn Kritik angebracht ist, solltest du konstruktive Verbesserungsvorschläge auch äußern. Verpflichtet bist du vor allem deinen Lesern!

5. Interviews als Backlinkquelle

Jeder fühlt sich geschmeichelt, wenn man um ein Interview gebeten wird. Suche also nach den Experten in deiner Nische und biete demjenigen an, ein Interview mit ihm zu führen und es auf deiner Webseite zu veröffentlichen.

In 99% der Fälle wird der Experte auf das Interview verlinken und vermutlich auch im Social Web verlinken, damit seine Fans das Interview lesen können. Tataa: Und wieder hast du einige Links zu deiner Seite generiert. Ach ja, ganz nebenbei hast du auch tollen, einzigartigen Content für deine Website erstellt.

Der einzige Nachteil: Für Interviews musst du eine attraktive Internetpräsenz bieten oder bereits (halbwegs) eine Autorität in deiner Nische sein.

Tipp: Am Anfang jeden Interviews solltest du immer dem Interviewpartner die Möglichkeit geben, sich selbst kurz vorzustellen. Bereite Dich gut auf das Interview vor. Informiere Dich außerdem im Voraus über deinen Interviewpartner und wähle 2 bis 3 TOP-Themen für das Interview aus. Wenn du zu 3 Themen jeweils 3 Fragen hast, kannst du 9 Fragen stellen. In der Regel wird jede Antwort 3 bis 5 Minuten in Anspruch nehmen, sodass du eine Länge von 30 bis 45 Minuten ansetzen kannst.

Und noch ein Tipp: Gerade Experten bekommen meist dieselben Fragen gestellt. Überrasche deinen Interviewpartner mit der einen oder anderen Frage, die deinem Partner „Spaß“ macht.

6. Backlinks aus „bestehenden“ Artikeln

Hier und dort werden deine Artikel, deine Produkte oder deine Leistungen von Dritten empfohlen. Vielleicht wird auch über dein Unternehmen auf einem Blog geschrieben oder du wirst in einer Pressemitteilung erwähnt. Leider vergessen viele, deine Website im Kontext der Beiträge zu verlinken.

Suche also nach Beiträgen über dich oder über dein Unternehmen und frage höflich nach, ob der Autor einen Link zu deiner Webseite hinzufügen kann.

Tipp: Erstelle einen Google-Alert, der dich informiert, sobald deine Marke irgendwo erwähnt wird.

7. Backlinks selbst erstellen: Webverzeichnisse

Linkbuilding mittels Qualitätsinhalte ist leider recht zeitaufwendig. Aber du kannst einige Links auch selbst generieren, nämlich über Webverzeichnisse. Dabei gibt es Webverzeichnisse in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Manche sind kostenlos und bei anderen Webverzeichnissen besteht eine Backlinkpflicht oder man muss für die Eintragung bezahlen.

Grundsätzlich sind Backlinks aus Webverzeichnissen nicht sehr hochwertig. Aber im Lichte eines natürlichen Linkprofils können die einen oder anderen Links aus Verzeichnissen durchaus sinnvoll sein.

Listen beliebter Webverzeichnisse:

6. Presseportale

Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Presseportale. Hier kannst du beispielsweise über open-pr.de Neuigkeiten zu deiner Branche posten und auf deine Website verweisen. Dies war noch vor wenigen Jahren eine tolle Möglichkeit, seriös hunderte Backlinks zu generieren. Nun ja … „war“ ist hier das wichtige Wort. Google ist auch nicht dumm und wertet Links aus Presseportalen kaum oder gar nicht. Aber gut: Ein Versuch ist es wert …

Kostenlose Presseportale:

9. Social Media & Social Signals

Links von Facebook, Twitter, Google Plus und Co. sind eine feine Sache: sie sind leicht zu bekommen. Im Prinzip braucht man nur seine Artikel quer durch seine Sozialen Profile sharen.

Zwar sind Links von Social-Media-Seiten in der Regel NoFollow-Links, doch sorgen sie für guten Traffic und stammen von Webseiten mit hoher Autorität. Mangels „DoFollow“ erbt deine Website zwar nichts von der Linkpopularität, jedoch wächst dank der Links das Vertrauen von Google in deine Beiträge. Dieser „Social Trust“ hilft deinem Linkprofil.

10. Backlinks aufbauen aus (Foren/Blog)Kommentare

Blogkommentare sind der Klassiker unter den Backlinks. Im Prinzip sucht man relevante Blogbeiträge und hinterlässt dann qualitativ hochwertige Kommentare, die das Thema ergänzen.

Auf diese Weise kannst du dein Backlinkprofil weiter aufbauen und gleichzeitig wertvolle Kontakte zu anderen Lesern (und den Webmastern) aufbauen.

Die Voraussetzung ist allerdings, dass du die Artikel wirklich gut kommentierst (und nicht andere Blogs mit Spam überschüttest). Lies also jeden Beitrag gewissenhaft durch und schreibe dann deine Meinung oder Erfahrungen oder füge dem Thema eine sinnvolle Ergänzung zum Thema hinzu.

Tipp: Mit guten Kommentaren machst du auf dich und deine Arbeit aufmerksam. Wenn jemand auf deinen Kommentaren antwortet, solltest du – falls notwendig – auch auf Folgekommentare reagieren. Setzt zudem nicht mehr als 1 Backlink pro Foren/Blogbeitrag.

Langfristig steigerst du so die Chance guter Kooperation oder auch auf einen Gastartikel.

11. YouTube-Videos

Wohl jeder kennt YouTube. Und doch nutzen nur wenige die Möglichkeit, Backlinks aus YouTube-Videos zu generieren.

So kannst du bei jedem deiner Videos eine Beschreibung hinzufügen. Nutze diese Möglichkeit, um sehr gute Backlinks aus der Videobeschreibung und deinem Kanal zu erstellen.

Übrigens kannst du auch bei YouTube Kommentare posten. Befolge die Regeln von oben und du wirst auch aus der Plattform YouTube heraus gute Backlinks aufbauen können.

12. Beantworte Fragen in Frageportale

Frageportale wie Yahoo Answers oder gutefrage.net suchen immer nach qualifizierten Ratgebern zu den unterschiedlichsten Themen. Schau regelmäßig auf diesen Portalen, ob du hier oder dort mit einem Rat weiterhelfen kannst.

Schreibe dann hilfreiche Antworten. Ergänze deine Antwort mit einem Link zu einem weiterführenden Artikel auf deiner Website. Wichtig ist nur, dass deine direkte Antwort bereits die Frage beantwortet. Andernfalls wird deine Strategie rasch auf Unmut stoßen und dein Profil wird wegen Spamming geschlossen.

Wenn du aber gute Hilfe leistest und dann zu weiteren Informationen verlinkst, ist die für die meisten User durchaus in Ordnung.

Frageportale:

13. Broken Links

Eine Möglichkeit Backlinks aufzubauen, ist das sogenannte „Broken Link Building“. Hier sucht man gezielt im Netz nach kaputten Links, die einen 404-Fehler ausgeben, da die Zielseite zwischenzeitlich gelöscht oder verschoben wurde. Nun schreibt man einen passenden Artikel zum Thema (oder hat bereits einen Artikel im Fundus) und fragt den Webmaster, ob dieser den defekten Link durch einen Link auf deine Website ersetzt.

14. Achtung: Linkkauf

Wer eine schnelle Möglichkeit zum Linkaufbau sucht, wird in Versuchung kommen und Links einfach kaufen wollen.

Dienste mit Backlinks-Angeboten in allen Preislagen gibt es genug: www.backlinkseller.de, www.everlinks.net und www.ranksider.de oder www.teliad.de.

Die Sache hat nur einen Haken: Der Kauf von Backlinks verstößt grundsätzlich gegen die Google-Richtlinien (siehe http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=66356).

Doch trotz aller Warnungen und Vermeidungstaktiken seitens Google, boomt nach wie vor das Geschäft mit Backlinks. Dabei starten Preise schon bei rund $5 (zum Beispiel über Fiverr.com) bis hin zu mehreren Hundert Euro für Qualitätsbacklinks.

Angesichts der Tatsache, dass bei guten Backlinks in geringer Stückzahl das Risiko einer Abstrafung durch Google recht gering ist, sind diese Angebote sicherlich verlockend. So sind 100 Backlinks für ein paar Euro schon reizvoll … verglichen mit dem mühseligen Aufbau von Hand.

Doch Vorsicht:  Zum einen besteht natürlich immer die Gefahr, mit schlechten Links seinem Linkprofil zu schaden. Zudem bekommst du in der Regel zwar viele Backlinks, aber meist durchweg schlechte Links aus Linkfarmen, schlechten Kommentaren oder Spam-Seiten.

Übrigens erlaubt selbst Google in Ausnahmen, Links zu kaufen. Manche Verzeichniseinträge müssen nämlich gekauft werden (z. B. bei einigen Verzeichnissen wie „Wer liefert was?“).

Zudem gibt es eine Grauzone: Einige Anbieter (Verzeichnisse oder auch Blogs) bieten eine Werbemöglichkeit gegen Bezahlung an und setzen als Gegenleistung einen Link. Auf anderen Marktplätzen werden Links verkauft, die dann aus Blog-Beiträgen heraus geliefert werden.

So kannst du durchaus hochwertige Backlinks über ein Kaufmodell aufbauen. Dies kann jedoch recht teuer werden, jedenfalls teurer als die verlockenden 5, 10 oder 50 EUR.

15. Achtung: Linktausch

Etwas weniger gefährlich ist der „Linktausch“. Hier werden einfach Links zwischen zwei Seiten getauscht.

Google mag auch den Linktausch nicht. Im einfachsten Fall werden direkt getauschte Links zwischen zwei Websites einfach im Wert ausgelöscht. Im schlimmsten Fall könnte es zu einer Abstrafung kommen.

Um dies zu verhindern, werden Links nicht direkt getauscht, sondern in Form eines Dreiecks-Linktausch (1 zu 3, 4 zu 2). Am besten setzt man Links zudem zeitversetzt.

Im Idealfall entsteht eine Win-Win-Situation. Allerdings solltest du genau prüfen, mit wem du Links tauschst. Suche nur Linkpartner mit thematisch verwandten Webseiten und mit Websites, die eine gute Autorität haben. Vor allem sollte auch die Position der Backlinks festgelegt werden. Ein Link sollte immer aus dem Content heraus erstellt werden. Ein Footer-Link hilft dir wenig, da diese kaum Linkwert haben.

Auch der Ankertext solltet fair getauscht werden. Aber Vorsicht: ihr sollte nicht beide eure Primär-Keywords nutzen, da dies auffälliger ist. Klüger ist es einen neutralen Ankertext oder den Webseitennamen zu nutzen.

Diejenigen, die bereits mit dem Linkaufbau über Kooperationen mit anderen Websitebetreibern vertraut sind, kennen sicher die Formulare für einen Backlinktausch. Diese Formulare sind mittlerweile mit etwas Skepsis zu betrachten, da hier offensichtlich massiver Backlinkstausch von den jeweiligen Webmastern betrieben wird. Aber es kann dennoch nicht schaden, sich die Internetseite genauer anzuschauen.

Zum einen sind diese Formulare eine prima Gelegenheit mit einem Minimum an Aufwand einen Backlink zu generieren. Zum anderen können wir ja die Website genauer in Augenschein nehmen, bevor wir einen Partnerlink erstellen.

Ein Formular enthält in der Regel folgende Abfragen:

  • Name Ihrer Webseite (der Ankertext)?
  • Der URL von Ihrer Webseite
  • Die Beschreibung Ihrer Webseite
  • Der Standort auf Ihrer Webseite, wo Sie Ihre Verbindung hinzugefügt haben.

Okay, da dies eine einfach Methode ist, an Links für deine Webseite zu kommen, gerade wenn du erst am Anfang stehst, zeige ich dir ein paar Tipps, wie du Webseiten für dein Linkbuilding findest.

Hinweis: Wenn du „nur einen Link von einer anderen Website erstellen möchtest, kannst du auch gezielt nach Linkpartner suchen:

  • „babyartikel linkpartner“

Auch hier wirst du von Google wieder eine riesige Liste von Webseiten anzeigt bekommen. Beachte aber, dass du bei einem „einfachen Link“ (also ohne Kontext aus einem Gastartikel) in der Regel nur recht minderwertige Links erstellst. Aber immerhin …

Wie viele Backlinks brauche ich?

Hier gibt es keine feste Regel. Entscheidend ist eher, wie umkämpft der jeweilige Suchbegriff ist. Ich habe TOP10-Rankings mit Artikeln, die nur 1 oder 2 Backlinks haben. Und dann habe ich Webseiten mit mehreren hundert Backlinks, die dennoch nicht in die TOP10 rutschen.

Grundsätzlich brauchst du aber keine Unmengen an Backlinks. Achte lieber darauf, dass du Links von guten Websites bekommst. Hier reichen in den meisten Fällen 5 bis 10 Backlinks völlig aus.

Beachte auch, dass Backlinks ein Baustein der SEO-Arbeit sind. So brauchst du ebenso guten SEO-Content, eine gute interne Linkstruktur usw.

Außerdem sollte der Backlinkaufbau regelmäßig stattfinden. Versuche lieber im Monat 3-4 gute Backlinks zu bekommen, als über Nacht 100 schlechte, gekaufte Backlinks. In der Regel mag es Google nicht, wenn du plötzlich hunderte Backlinks aus dem Nichts bekommst. Starte mit maximal einer Handvoll Backlinks pro Tag. Je größer deine Internetpräsenz wird, desto mehr Backlinks verkraftet auch deine Webseiten.

Aber wie gesagt: Es kommt nicht auf die Quantität an! Auch wenn viele Backlinks eine gute Position in den Suchergebnissen begünstigen, ist die Qualität der Backlinks von entscheidender Bedeutung.

Schau dir also die verweisenden Websites genau an. Prüfe die Domain Autorität der Seiten. Unter dem Strich hilft dir 1 Backlinks von einer guten Website mehr, als Dutzende Links aus Foren oder Blogkommentare.

Du wirst sehen, dass du auf diese Weise rasch die meisten Nischenseiten hinter dir lassen wirst.

Welche Tools sind hilfreich?

Es gibt verschiedene Tools, die Dir beim Backlinkaufbau helfen. Zwar kann dir keine Software die Arbeit abnehmen (naja, außer nicht erlaubte Backlinksgeneratoren vielleicht), aber die Tools erleichtern dir deutlich die Arbeit.

Ich selbst nutze ganz gerne ahrefs. Allerdings ist dieses Tool recht kostspielig. Der Vorteil dieser Lösung ist allerdings, dass du sehr viele Daten auf Knopfdruck geliefert bekommst.

https://ahrefs.com/

Eine sehr gute Alternative ist die Software SEO Spyglass. Dieses Tool kostet nur einen Bruchteil du ist ohnehin Teil der SEO Suite von Linkassistant.

Mit SEO Spyglass kannst du dein eigenes Backlinksprofil im Auge behalten, aber auch fremde Websites „ausspionieren“, um gute Quellen für Backlinks zu finden.

https://www.link-assistant.com/

Mit MOZ bekommst du einen guten ersten Eindruck über dein Linkprofil. Der Service „Link Explorer“ ist kostenlos, allerdings auf 10 Anfragen pro Monat beschränkt.

https://moz.com/link-explorer

Komplett kostenlos durchforstet der Backlinktest das Web nach Links zu deiner Website.

http://www.backlinktest.com/

Fazit

Wer Gute Backlinks aufbauen möchte, muss leider etwas Zeit einplanen. Linkbuilding geht nicht über Nacht! Lege deinen Fokus lieber auf seriösem Linkaufbau, statt den schnellen Weg über einen Linkkauf zu gehen. Wer sich die Mühe macht, qualitativ hochwertige Beiträge zu erstellen, wird mit zufriedenen Lesern und von Google mit guten Rankings und qualifiziertem Traffic belohnt.

Eine Bitte zum Schluss: Auch ich benötige Backlinks für diese Website! Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, verlinke ihn doch gerne auf deiner Website oder empfehle ihn auf Facebook & Co. Ich danke dir!

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